Estrichausbau im Altbau
Ausbau eines ungenutzten Estrichs zu Wohnraum. Der historische Dachstuhl blieb sichtbar erhalten; dazwischen entstanden neue Ständerwände, eine Dämmung aus Holzfaser und Schafwolle sowie ein neues Dachflächenfenster. Elektro- und Sanitärleitungen wurden vor der Verkleidung eingezogen.
Galerie
Bei diesem Projekt wurde ein bisher ungenutzter Estrich in einer Altbauwohnung zu Wohnraum ausgebaut. Der bestehende Dachstuhl mit seinen Kehlbalken, Streben und Ständern blieb dabei erhalten und bleibt im fertigen Raum ablesbar.
Zuerst wurden die neuen Räume mit Ständerwänden abgesteckt: Türöffnungen, ein Bad rund um den bestehenden Kamin und die Erschliessung wurden im Rohbau angelegt und auf die vorhandene Balkenlage abgestimmt. Die Wände wurden so gesetzt, dass die alten Dachstuhlhölzer weder angeschnitten noch verdeckt werden mussten.
Gedämmt wurde mit Naturbaustoffen. Zwischen die Sparren kam eine Zwischensparrendämmung aus Schafwolle, an den Kniestockwänden und Schrägen liegen Holzfaserplatten, die satt zwischen die Lattung eingepasst wurden. Beide Materialien sind diffusionsoffen und arbeiten mit dem alten Bestand statt gegen ihn, was in einem Dachstuhl mit gewachsenem Holz und unregelmässigen Anschlüssen entscheidend ist.
Vor der Verkleidung wurden Elektro- und Sanitärleitungen in der Ebene der Lattung geführt und mit Abzweigdosen an den späteren Positionen abgesetzt. Ein neues Dachflächenfenster bringt Tageslicht in die bisher dunkle Ebene. Der bestehende Riemenboden blieb während der Bauzeit erhalten.
Das Ergebnis ist eine zusätzliche Wohnebene, die im Altbau nicht wie ein Fremdkörper wirkt: gedämmt nach heutigem Standard, aber mit einem Dachstuhl, der weiterhin zeigt, wie das Haus gebaut wurde.